Unternehmen “Südwind / Frühlingserwachen ” Ungarn März 1945 – von Frithjof Greiner

Im Januar 1945 begann in Ungarn bei grimmiger Kälte die “Operation Konrad”, angeführt durch die Panzerdivision “Totenkopf”. Die Offensive, die vom 1. – 28. Januar dauerte, musste aufgrund der immer stärker werdenden sowjetischen Kräfte eingestellt werden. Um diese aufzuhalten, lief am 17.Februar um 04.45 Uhr das “Unternehmen Südwind” an. 19 Tiger der Ausführung B sowie 25 Pz.Kpfw. V ” Panther und Panzer IV der “LAH” wurden zu einer Kampfgruppe unter Ostubaf,  Jochen Peiper zusammengefasst. Trotz der eisigen Kälte kamen auch die schweren “Königstiger” der “LAH”-Division anfangs gut voran. Schon nach kurzer Zeit änderte sich das Wetter jedoch bedrohlich, indem es wärmer wurde und die große Offensive steckte buchstäblich im Schlamm fest.

Pz.Kpfw. VI Tiger Ausf. B “Königstiger “

Pz. Abt. 501 Nr. 134 – Uscha. Helmut Dannleitner bei Inota / Varpaloty

Das Modell des “Königstigers”

Zu Beginn möchte ich gleich erwähnen, dass der “Königstiger” demnächst in ein Diorama eingebaut wird . Es wird die Maße 24 X 24 cm haben, sodass der Panzer gut im Mittelpunkt steht. Wie sagen die japanischen Modellbauer: “Halte es klein”. Dies ist wahrscheinlich dem engen Wohnraum der japanischen Häuser geschuldet.

Bei meinem letzten “Kellerbesuch” griff ich mir den Bausatz von Tamiyas “Königstiger “. Nach Öffnen der Schachtel (wunderbares Deckelbild übrigens) muss ich immer wieder sagen – und dies ohne irgendwelche “Schleichwerbung” machen zu wollen: Trotz der immer mehr werdenden Marken, die deutsche Panzer auf den Modellbaumarkt werfen – Tamiyas Modelle sind immer noch Spitzenklasse! Übersichtliche Baupläne, die Vinylketten, wenn sie farblich richtig behandelt wurden, sind von Einzel-Kettengliedern kaum zu unterscheiden. Aber bitte, ob Einzel – oder Vinyl, bleibt jedem selbst überlassen. Über die Qualität des Bausatzes bzw. der Teile braucht man kein Wort zu verlieren. Ich jedenfalls bin von den Tamiya Bausätzen immer noch so begeistert, dass ich mir vor Kurzem den neuen “Panther Ausf. D” für eine Blog-Besprechung bei “meinem Laden”, den Berliner Zinnfiguren, geordert habe.

Der Zusammenbau

Wie bereits erwähnt, geht der Zusammenbau reibungslos vonstatten. Da der Bausatz dennoch über keinerlei Ätzteile verfügt, habe ich diese meiner Ätzteile-Restekiste entnommen. Es handelt sich lediglich dabei um die Lüftergitter. Apropos Ketten: Für dieses Modell hatte ich noch die “Magic-Tracks” (Einzelkettenglieder) von Dragons Jagdtiger in meinem Fundus entdeckt und verwendete sie sogleich.

Tarnschema

Der Panzer erhielt das Dreifarben-Tarnschema Dunkelgelb, Braun und Olivgrün von Tamiya. Diese Farben sind ebenfalls aus meiner Sicht unschlagbar. Ich fasse mich trotzdem Kurz: Danach folgt ein Überzug mit Tamiyas Klarlack X-22. Und jetzt, da der Panzer im März 1945, also noch im Winter agiert, folgte mit dem Airbrush ein Überzug mit “Washable-White” von MIG. Vorteil dieser Farbe: Man kann sie einfach mit einem in Wasser getauchten Pinsel abwaschen. Keine Haarspray-Methode oder ähnliches. Über die Verwitterung brauche ich den Modellbaukollegen ja keine Anleitung zu geben.

Die Figuren

Sie stammen allesamt von Dragon. Über die Bemalung zu reden, erspare ich mir, da jeder seine eigene Methode besitzt und ich mich keineswegs als Lehrmeister aufspielen will. Sei noch erwähnt, das ich einigen Figuren Hornet Köpfe verpasst habe.

Apropos Ersetzen: Man sollte auch seine Aufmerksamkeit den Händen schenken, die es auch im Einzeln gibt, denn in manchen Bausätzen lässt die Detaillierung sehr zu wünschen übrig. In den Dragon Figurenbausätzen “Gen 2” sind die Hände übrigens hervorragend. Ich habe die Figuren bewusst fast alle auf dem Panzer platziert, um später dem Dio eine gewisse Dynamik zu verleihen.

Platzmangel auf dem Panzerturm! Die verschiedenen Uniformen machen das Bild lebendig!

Bunt gemischt – und trotzdem farblich harmonisch!

Lagebesprechung mit dem Panzerkommandanten.

Rückansicht. Hier wird die Verschmutzung des Königstigers besonders anschaulich gezeigt.

Die letzten drei Kameraden habe ich proforma auf einem Stück Styropor platziert, um sie als kleine Gruppe darzustellen. Sie finden dann später ebenfalls im Diorama ihren Platz.

Liebe Freunde, dies soll es fürs Erste gewesen sein. Mehr Senf will ich nicht dazugeben, denn ich denke, man soll sich in aller Ruhe die Bilder anschauen.

Viel Spaß und bis bald zum fertigen Diorama. Dank an meinen Modellbaufreund Joachim Goetz für seine immer tolle Blog-Arbeit!!!

Frithjof Greiner

Posted in Werkbank.

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