“Durchbruch nach Szomor!” • Die nächsten Schritte!

Die Vollendung des Dios “Durchbruch nach Szomor” oder “Drama um Budapest”, die Namensgebung wird später noch festgelegt, geht allmählich in die vorletzte Runde.

Nachdem die gepanzerten Fahrzeuge, in diesem Fall das SdKfz. 251 D sowie das SdKfz. 250/1 fertiggestellt sind, ist nun auch die Pak 40 einsatzbereit. Den größten “Brocken” an Zeit erforderten, wie das immer so ist, die Figuren. Ich werde auch in diesem Blog, wie man schon an den Bildern erkennen kann, einige Tips zur Bemalung und Verwitterung des Hauses, sowie unter Anderem auch zum Winteranstrich, der sich ja dank der sofort einsatzbereiten “Abwaschfarben” von AK und Mig einer unkomlizierten Umsetzung erfreut, beisteuern.  Meines Erachtens sind damit die Zeiten  der Haarspraymethode, die den Raum geruchsmäßig in einen Friseursalon verwandelte und das Modell gelegentlich unter Schaum verschwinden ließ, vorbei. Bitte nicht falsch verstehen: Es kann natürlich jeder bei seiner Methode bleiben, das ist ja vollkommen klar. Ich werde in diesem Blog noch genauer auf diese Anwendung der “Washable-Farben” eingehen. Ebenso finden in diesem Diorama auch die neuen “Gouache-Farben” von AK bei der Fertigstellung des Hauses ihre Anwendung. Darüber hinaus kann man sich schon einmal an Hand der Skizzen das ungefähre Dio vorstellen.

Doch nun wenden wir uns den Bildern und den Erläuterungen, bzw. Tips, zu!

Um dem SdKfz. 251  eine noch etwas raffiniertere Note zu verpassen, habe ich, wie es auch im Original öfter der Fall war, den Namenszug “Scharnhorst” aufgemalt. Die Größe der Buchstaben kann man zuerst mit einem sehr spitzen Bleistift etwas vorzeichnen. Schriftzüge dieser Art findet man auf Fahrzeugen in verschiedenen Modellbau-Publikationen. Es empfiehlt sich, die verschnörkelten Buchstaben auf einem Blatt Papier etwas vorzuüben. Alles Andere erfolgt mit Augenmaß. (Größe und Abstand der Buchstaben). Danach bitte aufpassen, dass der Pinsel (00) am Anfang nicht zuviel Farbe aufnimmt und der Schriftzug mißlingt. Aber etwas Übung bringt den Erfolg. Was den Winteranstrich betrifft: Durch die abwaschbaren Farben sollte der Anstrich mit dem Pinsel aufgetragen werden. Im Original verwendete man Bürsten oder, falls vorhanden, auch Besen oder sogar die blanken Hände. Die Farbe antrocknen lassen und dann mit Wasser und einem mittelsteifen Pinsel von oben nach unten “abziehen.” Auf einem Küchenpapier immer gelegentlich abstreifen, damit der Pinsel nicht allzuviel Wasser aufnimmt. Wenn man mag, ab und zu noch etwas weiße Farbe dazugeben. Weiße Farbtupfer von Mig’s Oilbrushern machen das Ganze interessanter. Solange wiederholen, bis man zufrieden ist. Es sieht natürlicher aus als mit dem Airbrush. Also einfach an einem alten Modell ausprobieren.

Das Haus stammt von Plusmodel (Ruined Farm). Ich habe den dazugehörigen Anbau weggelassen, da er auf dem Dio zu viel Platz benötigen würde. Da das Haus aus Hartgips erstellt ist, sollte man Folgendes beachten: Vor dem eigentlichen Anstrich MUSS das Gebäude unbedingt grundiert werden, da Gips Unmengen an Farbe aufsaugt. Ich wurde daher aus dem Hause “Berliner Zinnfiguren” bestens mit den Gouache-Farben von AK versorgt. Mit dem Farbton “Dry Earth” habe ich das Haus grundiert und danach noch einmal mit Schwarz (Tamiya, AK etc.) übermalt.

Bevor ich gleich zur Bemalung des Hauses komme, habe ich schon einmal eine Stellprobe mit einer vorläufigen Skizze vorgenommen. Wichtig ist, dass das Dio nicht zu groß wird und keine leeren Ecken aufweist. Es soll kompakt wirken, das heißt, dass Haus, Fahrzeuge und Figuren nicht zu weit auseinander liegen sollten. Zudem soll noch etwas Höhe simuliert werden, indem ein Strommast mit einbezogen wird. Ich hoffe, der Betrachter kann sich schon einmal eine Vorstellung machen.

Nun zur Hausbemalung : Wie gesagt: Grundierung muss wegen der Saugfähigkeit des Gipses sein. In diesem Fall habe ich “One-Shot-Grundierung Schwarz von Ammo of Mig verwendet. Ich habe die Farbe mit dem Pinsel (Flachpinsel Nr. 4 von Mig) aufgetragen, um mir die Prozedur mit dem Airbrush (Reinigen etc.) zu ersparen. Die Grundierung trocknet innerhalb von Sekunden und ist deshalb für den Airbrush nicht sehr vorteilhaft.

Die Bauernhäuser in Ungarn weisen größtenteil einen weißen Anstrich auf. Ich habe zuerst eine sehr verdünnte Schicht aus Tamiya XF-2 Mattweiß aufgetragen. Natürlich lässt sich auch jede andere Farbe wie AK, Vallejo etc. verwenden.

Nun folgt der eigentliche weiße Putz. Man sollte die Gouache-Farben von AK oder Scale 75 verwenden, wobei diejenigen von AK einen riesengroßen Vorteil besitzen: Sie haben eine körnige Konsistenz und sind daher für solche “Verputzarbeiten” bestens geeignet und weisen wie im Original eine rauhe Oberfläche auf. Ich verwende dafür die Trockenmalpinsel von Da Vinci und tupfe die Farbe nicht zu sparsam auf. Das Ergebnis wird auf jeden Fall zufriedenstellend sein.

 Nun kann man sich getrost der Ziegelsteine zuwenden. Es gibt hierfür kein “Farbrezept”. Man kann sich aus verschiedenen Rottönen, braunen, gelben etc. Farbtönen seine eigene Mischung kreieren. Und darüber hinaus weis man ja, wie Ziegelsteine aussehen. In diesem Fall verfüge ich seit Jahren über Wasserfarben von Schmincke, die ich mir einfach durcheinander mische. Diese kleine Palette habe ich vor vielen Jahren bei einem Besuch bei den “Berliner Zinnfiguren” entdeckt und die Farben haben bis heute nichts von ihrer Qualität eingebüßt.

Nun noch zu einem Detail, dass Panzern und gepanzerten Fahrzeugen das gewisse “Etwas” verleiht: Die Tarnung. Während des Ungarn-Einsatzes 1944/45 wurden die Fahrzeuge hauptsächlich mit Maisblättern getarnt. Sehr schön zu sehen im Buch “Der Kampf um Ungarn” von Roger Hurkmans und Mirko Bayerl. Es gibt diese Maisblätter inzwischen auch als Lasercut. Was macht man aber, wenn man, so wie in meinem Fall, gerade nicht darüber verfügt? Man stellt sie sich selbst her! Ganz einfach! Man nimmt etwas Backpapier und schneidet sich mit einem Bastelmesser einfach ovale Streifen in Form von länglichen Blättern beliebiger Größe heraus. Hat man genug davon, gibt man diese in ein kleines Gefäß mit brauner, gelber und beiger Farbe, mischt alles untereinander und schon hat man die schönsten Maisblätter für die Tarnung. Mit Küchenpapier trockentupfen und beliebig an den Fahrzeugen positionieren. Sieht irgendwie Klasse aus. Also einfach “MACHEN”!

Auch die “Pak” wurde mit den Maisblättern aus Backpapier verziert! Damit wären dann die Fahrzeuge soweit vollendet.

Im nächsten Schritt wenden wir uns dann dem verschlammten und vereisten ungarischen Gelände zu. Und am Schluss dann das Allerwichtigste: Das Positionieren der Figuren auf den Fahrzeugen.

Bis in Kürze und viel Erfolg Euch Allen!

Frithjof Greiner

Posted in Werkbank.

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