1944 – German Armour in Normandy. Tarnanstriche deutscher Panzer und Fahrzeuge in der Normandie 1944

 

Das hier zu besprechende Buch ist zwar 2020 erschienen, darf aber ruhig zu den neueren Erscheinungen von Ak gezählt werden. Selbstredend, dass es sich auch im unschlagbaren Sortiment der Berliner Zinnfiguren wieder findet.

Wer sich dem Militärmodellbau verschrieben hat und speziell für die deutschen Panzer und Fahrzeuge des Zweiten Weltkrieges und deren Tarnanstriche interessiert, der kommt einfach um diese Publikation nicht herum. Das Buch umfasst 106 Seiten und ist ein wahres Feuerwerk an Farbprofilen der verschiedenen Panzer- und Halbketten-Typen.

Kommen wir gleich zum Inhalt dieser wunderbaren Informationsquelle:

Schon der Schutzumschlag mit den wunderbaren Illustrationen von Panther, Königstiger, der Flakpanzer Gepard, “Möbelwagen” und eines Panzer IV sind schon als Kunstwerke zu betiteln.

Das Buch umfasst neben der Einleitung 5 Kapitel an Farbprofilen.

Es beginnt mit den “mittelschweren” Panzern wie “Panther” (obwohl die auch schwer waren) und Panzer IV, gefolgt von den schweren “Koffern” wie “Tiger” und “Königstiger “. Es geht weiter mit den Sturmgeschützen, Flakpanzern, Beutepanzern, Panzerjäger mit den unübertroffenen “Jagdpanthern”, Spähwagen und, und, und!

So fabelhaft dieses Buch gestaltet wurde, so nachdenklich stimmen am Anfang die Originalfotos aus den Normandiekämpfen. Zerstörte Fahrzeuge zeigen die materielle Überlegenheit der Alliierten. Besonders auf Seite 9 wird klar, was es für Kaliber sein mussten, die einen “Königstiger” derartig zerstörten und den Turm zur Seite schleudern ließen. Manfred Thorn, Angehöriger der “LAH” und Fahrer eines Panzer IV in der Normandie, berichtet in seinem Buch: “Bei einem gleichzeitigen Beschuss durch Schiffsartillerie und Bombardierung durch “Typhoon”-Jagdbomber waren die Druckwellen der Einschläge so massiv, dass ich sah, wie ein “Panther” mit seinem Gewicht von 45 Tonnen einen Sprung von einem Meter in die Höhe machte!” Aber dies nur als Randbemerkung. Wenden wir uns wieder der großartigen Gestaltung des Buches zu.

 

Den Anfang macht der bei Militärhistorikern in aller Welt als bester Panzer des Zweiten Weltkrieges bezeichnete “Panther”. Allein auf 14 Seiten werden Tarnanstriche dieses Kolosses gezeigt. Von Fahrzeugen des Heeres bis zu den Waffen-SS Divisionen ist alles an Tarnmustern vertreten.

Es folgen das “Arbeitspferd” der Wehrmacht: Der Panzer IV mit und ohne Schürzen, die “Tiger” vom Heer und der schweren SS- Panzerabteilungen, Tiger II “Königstiger”, Flakpanzer sowie Panzerspähwagen bis hin zu den Lorraine-Fahrgestellen.

Es würde den Rahmen sprengen, jedes Fahrzeug jeder Division oder Abteilung vorzustellen. Daher komme ich gleich zum Fazit:

Wer jetzt noch Probleme hat, seinem Modell den geeigneten Tarnanstrich zu “verpassen” oder mit der Farbgebung immer noch auf Kriegsfuß steht, findet in diesem Buch seine Erlösung von allen Qualen. Nebenbei bemerkt dürfte die englische Sprache kein Hinderungsgrund sein. Aufgewärmtes Schulenglisch reicht vollständig aus. Die Farbprofile sind so gestaltet, dass es ebenfalls kein Problem sein dürfte, sein persönliches Farbmedium zu finden. Und ich kann immer nur betonen: Lasst Euch beraten, wo es nur geht. Ich habe in den Berliner Zinnfiguren ein kompetentes Team gefunden, das Jedem das Tor in die Welt der passenden Farben und auch der Literatur öffnet. Man findet dort Alles, wenn man beabsichtigt, sich auf ein bestimmtes Modellbauthema zu fixieren.

Daher wünsche ich Jedem viel Erfolg bei seinen künftigen Militärmodellen, Dioramen oder Vignetten. Mein Dank geht wie immer an das Team der Berliner Zinnfiguren und meinem Freund Joachim Goetz für seine tolle Blog-Gestaltung.

Bleibt Alle Gesund!

Frithjof Greiner

Zu finden ist diese tolle Nachschlagewerk unter:

https://www.zinnfigur.com/Buecher-Medien/Buecher/Modellbau/Fahrzeuge/1944-German-Armour-in-Normandy-Camouflage-Profile-Guide.html?listtype=search&searchparam=1944%20-%20German%20Armour%20in%20Normandy

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