Interview mit Stefan Lange: Der Bau von Star-Wars-Requisiten

Manche Modellbauer widmen ihrem Hobby sehr viel Engagement und schaffen ganz besondere Exponate, die oftmals jenseits des Mainstreams liegen. So auch Stefan Lange, der sich dem Thema Star Wars verschrieben hat. Hierbei stehen Büsten in Lebensgröße im Vordergund.

Hallo Stefan, wie bist du zu diesem außergewöhnlichen Hobby gekommem?

Seit etwa zehn Jahren beschäftige ich mich mit dem Hobby Airbrush und dem Bau von Star-Wars-Requisiten (Props). Angefangen hat alles eher durch Zufall: Über Kontakte in der Star-Wars-Community erhielt ich von einem Propbauer einen fehlerhaften Phase-II-Helm. Diesen wollte ich aufarbeiten und lackieren. Meine ersten Versuche machte ich noch mit Autolacken, stellte jedoch schnell fest, dass diese Methode für die feinen Arbeiten an Requisiten recht aufwendig war.

Auf der Suche nach einer besseren Lösung entdeckte ich die Airbrush-Technik für mich. Die Möglichkeiten der präzisen Farbgestaltung und die kreativen Freiheiten haben mich sofort begeistert. Mit der Zeit eignete ich mir immer mehr Wissen und praktische Erfahrungen an und entwickelte meine Fähigkeiten kontinuierlich weiter.

Arbeitest Du ausschließlich mit der Airbush?

Heute verfüge ich über einen kleinen, gut ausgestatteten Hobbykeller, in dem ich meine Projekte umsetzen kann. Dabei arbeite ich inzwischen nicht mehr ausschließlich mit der Airbrush. Viele Effekte und Details entstehen durch die Kombination aus Airbrush- und klassischer Pinseltechnik, wodurch sich besonders realistische Oberflächen und Alterungseffekte erzielen lassen.

Neben der Lackierung von Helmen und anderen Star-Wars-Requisiten beschäftige ich mich seit einiger Zeit auch mit dem Bau und der Bemalung von Büsten im Maßstab 1:1. Die Rohlinge dafür beziehe ich von einem Kontakt in England, der seine Arbeiten normalerweise nur als fertige Büsten vertreibt. Für meine Projekte stellt er mir die Rohlinge jedoch exklusiv zur Verfügung, sodass ich diese selbst fertigstellen und individuell gestalten kann. #

Wo liegen die besonderen Herausforderungen?

Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der möglichst realistischen Darstellung von Haut. Um dieses Thema besser zu verstehen, habe ich mich intensiv mit dem Aufbau der menschlichen Haut, verschiedenen Schminktechniken sowie den Arbeitsweisen von Puppendoktoren beschäftigt. Dieses Wissen hilft mir dabei, natürliche Hauttöne und lebensechte Oberflächen in meinen Arbeiten umzusetzen.

 

Zudem lassen sich besonders realistische Effekte durch die Kombination von anderen Materialien, wie z.B. Textilien, erzielen.





Für mich verbindet dieses Hobby handwerkliches Geschick, welches ich aus der Familie habe, Kreativität und die Begeisterung für das Star-Wars-Universum. Gleichzeitig bietet es immer wieder neue Herausforderungen und die Möglichkeit, ständig dazuzulernen und neue Techniken auszuprobieren.

VG STEFAN 

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