“Durchbruch nach Szomor” Ungarn 1945 • Diorama in 1:35

Bevor das Diorama nun fertig gestellt wird, zeige ich noch einmal die Fahrzeuge sowie die Pak im fertigen Zustand. Eigentlich sollte die Pak von einem der Fahrzeuge gezogen werden, aber in letzter Minute entscheidet man sich anderweitig, da ja aufgrund des damaligen furchtbaren Geschehens der Schlacht um Budapest eine gewisse Dramatik und auch Dynamik im Diorama zu sehen sein soll. Wie schon in den letzten Blogs erwähnt, handelt es sich bei dem Dio um erschöpfte, verwundete Soldaten, die den Ausbruch aus diesem Budapest-Inferno glücklicherweise überlebt haben. Jeder, der sich für diese Epoche interessiert, wird den berühmten Wochenschaubericht kennen, der die Überlebenden bei der Ankunft in Szomor zeigt. Zerschlissene und schmutzige Uniformen sollen auch im Diorama möglichst realistisch “rübergebracht” werden. Und wie schon gesagt, dient das Buch von Roger Hurkmans “Kampf um Ungarn” als beste Informationsquelle und ich betone ausdrücklich, dass ich niemals Szenen, die andere Modellbaukollegen geschaffen haben, kopieren werde. Alles dient nur der Inspiration. Natürlich können auch andere Publikationen zu Rate gezogen werden.

Wenden wir uns nun den Bildern zu, bevor im nächsten Blog das fertige Diorama zu sehen ist  und auch auf das damalige Geschehen eingegangen wird.

Das Sd.Kfz. mit einem Teil der Grenadiere, deren Positionierung ein Akt der Geduld war.

 Aus einer anderen Perspektive.

Die Aufnahme ist zwar etwas dunkel, aber dennoch lässt sich erkennen, dass die Soldaten noch etwas “in der Luft schweben”. Daher wurden aus Papiertaschentüchern mit Weißleim zusammengeknüllte Planen erstellt, die dann den Kameraden untergeschoben wurden, um damit Sitzgelegenheiten zu simulieren. Auch in der Realität wurde alles in höchster Eile ins Fahrzeug geworfen, um Platz zu finden und möglichst schnell aus dieser Feuersbrunst zu entkommen.

 

Hier ist sehr gut zu erkennen, dass keine Lücke mehr unter den Grenadieren zu sehen ist und sich kein Soldat mehr in der Luft befindet.

Besonders gut ist auf diesem Bild eine gewisse Dramatik zu erkennen, die durch die beiden Rot-Kreuz-Koffer noch betont wird. Auch gut ist die Maisblättertarnung aus Papier zu sehen.

Jede Mitfahrgelegenheit wird genutzt. Der Kommandant des Sd.Kfz. 250/1 wird im fertigen Dio den  Soldaten den Weg zeigen.

Man sieht deutlich die aufgerissene, wattierte Hose des liegenden Grenadiers. Die Hose wurde mit Milliput modelliert und dann mit einem Tamiya-Bastelmesser “geöffnet” und “zerfetzt”.

Meiner Meinung nach ein gelungenes Bild mit ausdrucksvollen Gesichtern.

Ein gewagter Sitzplatz aber Hauptsache, man muss sich nicht zu Fuß durch den Dreck wühlen. Sehr gut ist die Verschmutzung der Kleidung mit Gouache-Farben von AK zu erkennen.

Auch hier ist sehr gut die Verschmutzung durch die Gouache-Farben zu sehen. Dieses Farbmedium weist eine leichte Körnung auf und ist quasi ein “Geheimtip” auch für Verschmutzungen an Fahrzeugen. Vorteil: Die Farben trocknen sehr schnell, aber durch das Hinzufügen von etwas Wasser hat man mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

Fässer, ein kaputter Gartenzaun, Tauben sowie Schaufeln etc. werden das Diorama noch aufwerten.

Soweit die letzten Infos, bevor dann in Kürze das fertige Diorama zu sehen sein wird.

Viel Inspiration und Erfolg bei Euren Projekten !

Frithjof Greiner

Veröffentlicht in Werkbank.

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