Berlin ´45 • Bau und Bemalung einer Stadthaus-Ruine • Teil 2

 

Im 2-ten Teil meines Bauberichtes geht es nun um die Alterung unserer Stadthaus-Ruine. Die Beschuss- und Bombenschäden lassen die einstmals prächtige Fassade ganz schön alt und ramponiert ausssehen! Um diesen Effekt “echt” aussehen zu lassen, bedarf es nur weniger Hilfsmittel und etwas Vorstellungskraft!

Die gesamte Front wird erst einmal mit einem hellen Grauton trockengemalt. Diese Technik simuliert eine durch Wind und Regen erzeugte Beanspruchung und betont zudem noch sehr schön die Ecken und Kanten der Steinstrukturen.

Eine Lasur aus dünnflüssiger schwarz-brauner Farbe, die mit einem großen Pinsel aufgetragen wird, gibt dem Ganzen einen “schmuddeligen Touch”!

Ablaufendes Regenwasser und Schmutzspuren kann man einfach mit Pigmenten und Lasuren aufmalen. In der gleichen Art und Weise wurde auch der Rost auf den Gittern erzeugt.

Natürlich sollten auch die Innenräume beachtet werden. Da man einen guten Einblick ins “Innenleben” hat, habe ich einige Wände tapeziert und die Wandbeläge dementsprechend auch gealtert.

Die Bodenbretter sind aus schmalen MDF-Streifen gefertigt. Achten Sie darauf, dass solche Bretter nicht zu breit werden! Ein gutes Maß ist die Handbreite einer Figur im passenden Maßstab!

Viel Platz für Möbel, Gerätschaften und jede Menge Trümmerschutt!

Alle Fenster sind mehr oder weniger durch die Explosion in Mitleidenschaft gezogen worden. Das gebrochene Glas ist aus Kunststoff-Folie enstanden.

Die lasergravierten Werbeschilder machen die Optik des Hauses interessant!

Da ist kaum noch was zu retten! Die farblich unterschiedlichen Ziegelsteine wirken realistisch!

Etwas Geduld und eine ruhige Hand sind Grundlage für die Alterung einer solchen Ruine – aber die Mühe lohnt sich! Im nächsten Teil geht es dann an die Inneneinrichtung und die Verwendung von Trümmerteilen!

 

Bis bald!

Joachim Goetz

Veröffentlicht in Werkbank.

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