Fertigstellung und Bemalung der 1:10er Büste “Max Wünsche an der Westfront” von Young Miniatures

 

Nachdem ich vor Kurzem diese fabelhafte Büste vorgestellt und beschrieben habe, ging es nun an das Wichtigste: Die Bemalung. Nach kurzer Kontrolle, ob Alles sauber und korrekt zusammen passte, konnte es losgehen. Anfangs zog ich in Erwägung, den Figurentorso gleich mit der Pantherkuppel zu verkleben. Nach reiflicher Überlegung ließ ich aber davon ab, denn dies wäre bei der Bemalung alles andere als vorteilhaft gewesen, denn die Figur alleine verlangt schon durch das Vorhandensein der Kopfhörerleitungen etwas Geschick und Geduld beim Umgang mit dem Pinsel. Also verstiftete ich die Figur mit Messingdraht und steckte sie auf einen übergroßen Flaschenkorken . Sie saß so fest und sicher.

Also ran an die Grundierung!

Ich verwendete die Grundierung “Black” von Vallejo. Ein Tip: Vorsicht! Viele glauben, diese Grundierungen könne man sofort für den Airbrush verwenden. Ich rate davon ab, denn meiner Meinung nach ist sie zu dick und kann die Düse verstopfen. Daher empfehle ich, mit etwas Wasser zu verdünnen. Ist jedoch die Grundierung erst einmal aufgebracht, hat man ein wunderbares Ergebnis.

Die Wahl der Farben!

Bevor man sich für ein Farbmedium entscheidet, sollte man versuchen, sich an Originalfotos von Max Wünsche zu orientieren. Wie schon bei der Besprechung erwähnt, zeigen die Fotos Wünsche in seinem Befehlspanther 1944 in Beverloo/Belgien bei der Neuaufstellung der 12.SS-Panzerdivision “HJ”. Die Tarnjacke weist meiner Meinung nach das “Splittertarnmuster “auf. Einige Bemalungskollegen haben Wünsche mit dem “Italienischen Tarnmuster ” dargestellt. Auf Originalfotos ist Manches nicht genau zu erkennen, deshalb sind Jedem, der Büsten oder Figuren aus dieser Zeit bemalt, Freiheiten beim Tarnmuster erlaubt, man sollte aber nicht zu stark abweichen. Aber nichts desto trotz ist diese Büste alleine schon wegen der Schirmmütze, dem Kopfhörer und dessen Leitungen, bemalungsmäßig ein Geduldsspiel. Aber gleich vorneweg: Geduld zahlt sich immer aus.

 

Über die Bemalungsmethoden werde ich auch zukünftig “keine große Kiste” aufmachen, da es Jedem selbst überlassen bleibt, wie er bei seinen Werken vorgeht und welches Farbmedium er verwendet. Ich denke dabei an Douglas Lee, der einmal auf der Euromilitaire in Folkestone zu mir sagte: “Ich bemale Alles mit Ölfarben, mit anderen Medien komme ich einfach nicht klar.” Also bitte, jeder Mensch “tickt” anders, deshalb verwende auch ich weiterhin die von mir hochgeschätzten Vallejo-Farben, wenn es um die Figurenbemalung geht. Einzig bei den Fahrzeugen “spähe” ich teilweise in andere “Gefilde”. Dazu komme ich gleich.

Die Pantherkuppel!

Alleine die Kuppel des Panzerkampfwagens “Panther” ist ein kleiner Bausatz für sich. Nach schwarzer Vallejo-Grundierung benutzte ich für den Tarnanstrich das extra für den “Panther” zusammengestellte Farbset von “Ammo of Mig” Nr. A MIG – 7174 ebenfalls aus dem Hause “Berliner Zinnfiguren”. Fertig für den Airbrush (ich benutzte aus Vorsicht trotzdem zum Verdünnen etwas Wasser) ergeben die vorhandenen Farbtöne einen großartigen Tarnanstrich. Für mehr Farbnuancen verwendete ich noch die “Oil-brusher” ebenfalls von MIG. Ich möchte aber trotzdem noch erwähnen, dass die hervorragenden Farben von Tamiya neben allen anderen Farbmedien mit zur allerersten Wahl gehören, was die Fahrzeugbemalung angeht.

 

Noch etwas zur Figur selbst!

Man kann die Figur, was die Bemalung betrifft, unglaublich aufwerten, indem man die Struktur des Stoffes der Tarnjacke bzw. des Tarnmusters simuliert. Sollte man das Buch von Kirill Kanaev “Figure Painting Techniques” besitzen, kann man auf Seite 169 diese Methode bestens an der Büste des deutschen Panzerkommandanten erkennen. Es sind kleine Tips, die für ein besseres Ergebnis ausschlaggebend sein können. Daher ruhig ausprobieren, möglichst aber erst an alten Figuren.

Ich hoffe, ich konnte Ritterkreuzträger Max Wünsche bemalungsmäßig gerecht werden. Wer mehr über diesen fähigen Kommandeur der “LAH” wissen möchte, dem sei das Buch “Befehl des Gewissens Charkow 1943” empfohlen. Es beinhaltet ebenfalls hervorragende Fotos, auch was die Bekleidung betrifft. Hochinteressant!! Die “Berliner Zinnfiguren” haben dieses fabelhafte Buch im Sortiment.

Nun wünsche ich allen Modellbaufreunden viel Inspiration, Erfolg beim Bemalen und lasst Euch immer gut beraten. In diesem Falle stehen die Berliner Zinnfiguren an erster Stelle.

Bleibt gesund !

Frithjof Greiner

Veröffentlicht in Werkbank.

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