US Medic …. damals in den Ardennen!

Im Gegensatz zu den deutschen Tarnuniformen fallen die amerikanischen Uniformen während des Zweiten Weltkrieges eher schlicht aus. Olivgrün oder Beigegrau sind hier die am häufigsten eingesetzten Farben. Das aber auch gerade Uni-Farben ihren Reiz haben und an einer Figur interessant wirken können, demonstriere ich Ihnen anhand der Büste des US-Sanitäters aus dem Programm von DG Artwork.

Die Ardennen-Offensive und die damit verbundenen Kämpfe gehören zu den schwersten und verlustreichsten des gesamten Kriegsverlaufes. Durch Berichte und Dokumentationen kann man erahnen, welche Strapazen und Entbehrungen die Soldaten auf beiden Seiten erdulden mussten. Wie kann man diese Dramatik in einer Büsten-Miniatur darstellen? Zuerst einmal muss die passende Figur gefunden werden. Der Sanitäter eignet sich hierfür hervorragend. Die Wirkung der Miniatur sollte noch durch eine aussagekräftige Sockelgestaltung unterstrichen werden. Bemalt wurde die Büste ausschliesslich mit Acrylfarben, die sich auf Olivgrün, Dunkelgrün, Beige, Hellgrau, verschiedene Brauntöne, Hautfarbe, Schwarz, Weiß und Rot beschränken. Der Schnee ist eine Mischung aus Magic Snow und Weißleim und die Accessoires, wie Hundemarke und Kruzifix für die Sockelgestaltung stammen aus dem Sortiment von Pathos Miniatures. Nach dem Zusammenbau der wenigen Bauteile wurde die komplette Figur in einem Seifenbad gereinigt und nach dem Trocknen mit einem Haftgrund aus der Sprühdose eingesprüht. Nach dem Aufbringen der Basisfarben wechseln sich Lasur und Trockenmaldurchgänge ab, bis sich der gewünschte Effekt eingestellt hat. Gerade bei einfarbigen Kleidungsstücken ist das Lichtspiel und die kontrastreichen Nuancen der einzelnen Farben enorm wichtig. Folgen Sie mir nun Schritt für Schritt bei der Bemalung und Sie werden sehen, dass auch einfarbige Uniformen ihren Reiz haben!

Wie üblich wird die komplette Figur mit einem handelsüblichen Haftgrund aus der Sprühdose vorbehandelt.

Alle zu bemalenden Flächen werden vorab mit einer Grundfarbe versehen, die als Basis für die weiteren Arbeitsschritte gilt.

Das Aufbringen einer wässrigen Lasur zeigt die ersten Schattierungen und gibt der Miniatur Volumen und Tiefe.

Mit Hilfe der Trockenmalweise werden die Falten der Jacke herausgearbeitet und ergeben so ein interessantes Lichtspiel. Der Vorteil der eingesetzten Acrylfarben sind die raschen Trockungsphasen der abwechselnden Lasur- und Trockenmalaufträge.

Das Gurtzeug und die eingerollte Trage werden besonders behandelt und die feinen Details sorgfältig herausgestellt.

Eine dunkelbraunen Lasur, großflächig mit einem breiten Haarpinsel aufgetragen, unterstreicht die Dramatik der Büste.

Nach dem Trocknen erhält man ein Effekt, der die Uniform gebraucht und schmutzig erscheinen lässt.

 

Ein weiterer Trockenmaldurchgang gibt der Uniformjacke das gewünschte beige-graue Aussehen und unterstreicht die Stofflichkeit. Feine Farbnuancen in leicht variierenden Grautönen werden nun noch als Highlights auf die Falten und Kanten gesetzt.

Ein paar Schneeflocken – angemischt aus Klarlack und Magic-Snow – geben der Figur noch den letzten Schliff.

Das Sockelschild, das Kruzifix und der eingesetzte Schnee lassen die Büste dramatisch wirken.

Joachim Goetz

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